DEB U15-Auswahl - LEV NRW droht Bundestrainer Peter Kathan juristische Schritte an
Kommentierte Darstellung

Im Rahmen der U15-Nachwuchssichtung am 30.01.2010 in Dinslaken zeigen die Funktionäre ihr hässlichstes Gesicht.
Alles hat damit angefangen, dass Bundestrainer Peter Kathan und sein Team die jährliche U15-Nachwuchssichtung der Mädchen in diesem Jahr in NRW abhalten wollte und den LEV NRW um finanzielle Unterstützung, sowie um Eiszeit in einem Landesleistungszentrum anfragte.

Diese Unterstützung stellte der LEV NRW Herrn Kathan unter der Bedingung in Aussicht, dass der DEB:
Zitat "endlich den seit Jahren versprochenen Nachwuchsförderungszuschuss. Aus diesem Betrag werden wir die gewünschte Kostenübernahme bestreiten."
Bundestrainer Peter Kathan sagte zu sich umgehend darum zu kümmern - allerdings muss an dieser Stelle bewertend gesagt werden - und das ist natürlich auch dem LEV NRW klar, da hier nur sehr gebildete und intelligente Menschen schon lange sehr qualifiziert arbeiten - dass Herr Kathan wahrscheinlich diese Zahlung nicht selbst veranlassen konnte.

Natürlich hat sich der DEB auch nicht um die Zahlung gekümmert und uns Unwissenden aus der Fraueneishockey-Gemeinschaft wird sicher auch keiner die verzwickten Hintergründe erklären können die zu so einer Situation führt.

Da Herr Kathan trotz aller Hindernisse und seines Scheiterns beim DEB die Sichtung durchführen wollte - im Sinne des Fraueneishockeys - hat er sich selbst um Eiszeit in Dinslaken gekümmert und zunächst (da ja auch der DEB dafür keine Mittel stellt - ist ja eigentlich in Absprache mit den LEV's deren Beitrag) "auf Kosten der Eishockey-Schule -Ladys Camp-" Eiszeit angemietet. Die Einladung an die Mädchen - auch auf Grund von mangelnder Unterstützung kurzfristig über unsere Webseite angekündigt - stand unter der Prämisse:
Ich bitte alle Beteiligten um Information, welche Spielerinnen auf FREIWILLIGER Basis und einer Eigenbeteiligung von 25 Euro an dieser Sichtung teilnehmen möchten?

Über die Sichtung selbst berichtete Herr Kathan:

Der DEB hat nun Dank der finanziellen Eigenbeteiligung der Teilnehmerinnen (ohne Zuschuss des LEV Nordrhein-Westfalen) auch in NRW eine Sichtung für Eishockey Nachwuchs Mädchen am 30.01.2010 in Dinslaken durchgeführt. Daran beteiligten sich 32 Sportlerinnen der Geburtsjahrgänge 1995 bis 1998.

Aufgrund von planmäßig durchgeführten Nachwuchs-Ligaspielen konnten weitere 30 Mädchen an dieser freiwilligen Sichtung ,die wir nunmehr seit 5 Jahren im Rahmen unseres DEB-Sichtungskonzepts in fünf Bundesländern einmal jährlich durchführen,leider nicht teilnehmen.


und beschwerte sich in einem eng adressierten E-Mail darüber, dass der LEV NRW politische - evt auch berechtigte - Interessen vor den Auftrag - Förderung des Eissports - stellte.

In der ersten Reaktion wurde daraufhin vom LEV NRW die sofortige Rücknahme der Aussagen gefordert und mit den entsprechenden juristischen Konsequenzen gedroht.

Die Sicht des LEV NRW ist auf deren Webseite abzurufen.
http://www.lev-nrw.de/sonstiges/M%C3%A4dchen.htm

Die Darstellung auf damen-eishockey.de ist in sich nicht neutral, da ich voll die Handlung und Reaktion von Peter Kathan verstehe und verteidige - nicht verstehen und verteidigen kann ich das agressive und kontraproduktive Verhalten vom LEV NRW und des DEB, der offensichtlich seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.
Verlierer sind wie immer im deutschen Eishockey die Sportler(innen) und die engagierten Streiter für diesen schönen Sport. Wenn wieder einmal "analysiert" wird warum das deutsche Eishockey in der Welt im Nichts herumdümpelt darf man gerne exemplarisch diesen "Streit" auf den Tisch legen und weinen!

Alexander Maischein
Alexander am 05.02.2010, 16:56